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Brennwertschornsteine | Schornsteine & Zubehör

Nicht jeder Schornstein ist geeignet für eine Brennwertheizung. Für den Betrieb von Brennwertkesseln sind meist spezielle Brennwertschornsteine notwendig. Hier muss der Durchmesser passen und das Material feuchtigkeitsresistent sein.

Brennwerttechnik und Schornsteine

Wenn Sie Ihre alte Heizung durch die neueste Brennwerttechnik ersetzen möchten, muss auch das Abgasrohr passen. Meist müssen Sie auch die alten Rohre durch neue Brennwertschornsteine ersetzen. Für die modernen Brennwertkessel stimmt der Querschnitt eines alten Schornsteins meistens nicht überein.
Der richtige Durchmesser ist wichtig, um die Funktionsfähigkeit der gesamten Anlage sicherzustellen. Ein falsch dimensioniertes Abgassystem kann zu Problemen in der Gesamtanlage führen. Eine moderne Brennwert-Gasheizung erzeugt dieselbe Wärmemenge und benötigt dabei eine niedrigere Leistung. Das bedeutet, es gibt weniger Abgase, die ein Brennwertschornstein nach außen ableiten muss. Diese Abgase sind auch kühler und haben weniger Auftrieb. Daher ist ein spezieller Schornstein mit geringerem Durchmesser als bei alten Heizanlagen notwendig.  

Schornsteindurchmesser anpassen

Meist ist der Querschnitt des alten Schornsteins zu groß für die neue Anlage. Es ist jedoch unter Umständen möglich, den gänzlichen Austausch der Rohre zu umgehen. Sie können den Querschnitt verkleinern und auf Brennwertschornsteine anpassen. Dazu können Sie beispielsweise ein Kunststoffrohr oder ein Edelstahlrohr in den alten Schornstein einziehen lassen. Zuvor sollten Sie den korrekten Durchmesser für den neuen Schornstein einer Brennwertheizung berechnen. Zu berücksichtigen sind dabei
  • die Leistung der Heizung
  • die Höhe des Schornsteins
  • die Anzahl der Heizanlagen an einem Schornstein
  • die Art der Brennwertheizung
  • das Abgassystem und das Druckverhältnis
 
Am besten ist es, die Berechnungen für einen optimalen Brennwertschornstein von einem Schornsteinfeger vornehmen zu lassen.

Brennwertschornstein Normierung

Für die Bestimmung des passenden Schornstein-Durchmessers für eine einzelne Feuerstätte mit Brennwert-Technik lässt sich die EU-Norm DIN EN 13384-1 heranziehen. Bei mehreren Feuerstätten mit Brennwert-Technik an einem einzigen Schornstein gilt die Norm DIN EN 13384-2. Beide Normen haben die alte DIN 4705 ersetzt.
 
Einige Anbieter geben auch gleich die optimalen Normen für ihre Heizanlagen an. Beispielsweise sollte ein Brennwertschornstein einer Gas-Brennwertheizung mit einer Leistung bis zu 25 KW einen Durchmesser von 80 Millimetern oder weniger aufweisen. Eine Erdgasheizung mit einer Leistung von 30 kW mit Zugbedarf und Gebläse für das Abgassystem sollte einen Schornstein mit dem Querschnitt 113 Millimeter haben. Gibt es kein Gebläse, beträgt der optimale Durchmesser 140 Millimeter.

Feuchtigkeit in der Abluft

Eine Brennwert-Heizanlage arbeitet mit geringerer Leistung und reduziert so auch die  Abwärme. Kältere Luft steigt auch viel schwerer auf als Warmluft und das Abluftsystem funktioniert nicht, wenn der Durchmesser des Schornsteins zu groß ist. Da diese moderne Brennwerttechnik durch die kühlere Abluft auch mehr Wasser durch den Schornstein schickt, muss dieser feuchtigkeitsresistent sein. Diese Eigenschaft haben die alten Schornsteine aus Ziegel und Stein nicht aufzuweisen. In diesem Fall empfiehlt sich der Ersatz der alten Rohre durch optimal dimensionierte Brennwertschornsteine.
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